Wachendorfer Kirchweih 29.5. bis 1.6.2015

In der Zwischenzeit sind ein paar Tage seit unserer Kärwa ins Land gegangen. Wir haben uns von den Strapazen weitgehend erholt. Die offiziellen Pressemitteilungen waren bereits in den Blättla zu lesen. Zeit also, um mit einem gewissen Abstand auf die diesjährige Kirchweih in Wachendorf zurückzublicken.

 

Ein knappes Jahr Planung und Vorbereitung für drei tolle Tage: kurz nach einer Kärwa immer beginnend mit einer Analyse der jeweils vorhergehenden (was war gut, was müssen wir besser machen) und endend quasi am Pfingstmontag mit der letzten Gesamtsitzung vor dem neuen Fest.

Lohnt sich die Arbeit, die wir uns alle machen? Rentiert sich die investierte Zeit, all das Engagement, manche Aufregung und der Stress?

Nach Abschluss der Kärwa 2015 gibt es hierzu von meiner Seite ein klares Ja! Warum?

 

Wir haben die Kärwa gemeinsam erfolgreich durchgezogen:

Bei bestem Kärwawetter, ohne Schlägereien, mit zwei Kränzen, einem stolzen Baum, einem nicht von uns zu vertretendem Banddurcheinander, neuen T-Shirts, Bratwürsten, die kurz vor Schluss tatsächlich ausgingen, einem neu eingeführten Kindergottesdienst, dem kürzesten Betzentanz der Welt, animierenden Schnapsdrosseln, dem attraktivsten Kärwabärla, den einfallsreichsten Kärwaplakaten weit und breit (echte Hingucker), einem tiefen Freibier- und einem schwarzen Loch (genannt Rock-Bar – kamm in änd feind net aut) und einer ansteckenden Lachkrankheit (TBC).

 

Wir haben gemeinsam geplant, gemeinsam die Vorarbeiten erledigt, gemeinsam gearbeitet und gemeinsam gefeiert– nicht nur, aber auch auf der Kärwa:

Ohne Kärwa, kein Verein, weniger Zusammenhalt in der Gemeinschaft, im gesamten Dorf, weniger Freund- und Bekanntschaften, weniger Aufgaben, aber viiieeel weniger Spaß!

 

Die Arbeit, der Stress, dass Engagement: Es lohnt sich, so meine ich, für jeden, der sich bei uns einbringt! Denn wir machen’s gemeinsam!


A.T.

Freitag, 29.5.2015

Kirchweihspiel der AH Wachendorf


Bieranstich mit zünftiger bis Partymusik mit Klostergold


Samstag, 30.5.2015

Kärwabaumeinholen

Kärwabaumzug durchs Dorf mit dem Kärwapaar und Freibier am Dorfbrunnen

Aufstellen des Kärwabaums und anschließend traditioneller Betzentanz.

Am Nachmittag begleiten uns die Bressdlisgwaadscher mit Ihrer Blasmusik.


Stimmungsmusik von volkstümlich bis rockig im Festzelt mit den Gaudirockern

Sonntag, 31.5.2015

Gottesdienst mit parallelem Kindergottesdienst

Frühschoppen mit zünftiger Musik

Familiennachmittag, Gansverlosen für einen guten Zweck

Kinderbaum, -betzentanz

Basteln, Spiele, Kaffee u. Kuchen

Kultur im Zelt mit TBC Totales Bamberger Cabaret (Karten gibt's auch hier im Internet)

Montag, 1.6.2015

Frühschoppen im Gasthaus zum Dorfbrunnen

Spätschoppen in Zeitingers Weinstadl

 

Wie ein Wachendorfer Kärwakranz nach Cadolzburg kam:


Wie mittlerweile bekannt, wurde uns Wachendorfern ganz dreist von den Cadolzburger Kärwaburschen und -maldi der Kärwbaumkranz "entwendet". Kurz darauf kam die Lösegeldforderung: Ein dreißger Fässla Bier sollte gemeinsam mit uns Wachendorfern während eines Kärwafrühschoppens geleert werden. Wir waren uns anfangs nicht einig, wie wir mit dieser Herausforderung umgehen sollten und entschieden uns dazu, vorsichtshalber einen zweiten Kranz zu binden. Zwar war die Arbeit hieran umsonst, aber nicht für die Katz. Das Fässla haben wir Wachendofer mit den Cadolzburgern höchst einträchtig leergemacht!

Zur Belohnung der Aktion spendete nämlich der Kirchweihverein dem Markt Cadolzburg und natürlich den Cadolzburger Kärwaburschen und -madli unseren doppelten Kranz.

Die Cadolzburger Kärwaburschen haben ihn an unserem Kärwasamtag sichtlich überrascht, aber mit Stolz und Freude entgegengenommen.

Die Gegeneinladung blieb deshalb nicht aus: Der Wachendorfer Kranz wurde am Cadolzburger Kärwasamstag zum Baumaufstellen ausgeliefert. Gemeinsam mit den Cadolzburger Kärwaburschen sowie dem Cadolzburger Kärwabaum lief eine Abordnung unseres Kirchweihvereins samt Kranz am Cadolzburger Marktplatz auf! Wohl aufgrund der Erlebnisse und der Temperaturen und um den Stimmungen insgesamt gerecht zu werden, bekam unser Kranz einen Ehrenplatz an einer eigens dafür hergestellten Aufhängung.

Wir Wachendorfer bedanken uns bei den Cadolzburgern für die Einladung und für Speis und Trank!

Wäre Völkerverständigung nur immer so einfach!